Gesellschaftliche regionale Organisation Rechtszentrum "RODNIK"
115573 Moskva a/ja 204, Fax 8 (095) 344-53-35, e-mail: rodnik@orc.ru
Bitte um Unterstützung
Das Rechtszentrum "Rodnik" bittet
erneut um Unterstützung der Aktion zur Verteidigung eines
Angehörigen der zahlenmäßig kleinen indigenen Völker des
Nordens, des Nenzen Ajvaseda J. K., der im Khanty-Mansijskier
Autonomen Bezirk lebt.
Der Dichter, Schriftsteller und Preisträger der Prämie der
Soros Foundation "Für Heldentum" J. K. Ajvaseda wird
erneut gesetzwidrig einer Straftat angeklagt - Rowdytum unter
Waffenanwendung, wodurch er mit Freiheitsentzug von 4-6 Jahren
bedroht ist.
Der erste Versuch der Erdölfirma OOO "Lukoil-
Westsibirien" und der örtlichen Mächtigen gesetzwidrig
gegen die Verteidigung der verfassungsmäßigen Rechte
juristische Schritte einzuleiten, gelang nicht.
Als formeller Grund für die ungesetzliche Strafverfolgung J. K.
Ajvasedas diente folgende Tatsache. J. K. Ajvaseda und seine
nächsten Nachbar auf dem Wohnplatz fuhren ihre Kinder am 14.
September 2000 in die Schule zur feierlichen Einschulung. Die
Kinder werden in einer Schule auf dem Taigawohnplatz
unterrichtet, weshalb diese Fahrt für sie sehr wichtig war.
Als sie zu dem Weg kamen, der den Wohnplatz von J. K. Ajvaseda
mit der befestigten Straße verbindet, sahen sie, wie ein
mächtiger fahrbarer Bagger die Brücke zerstörte, die der
einzige Weg ist, der den Taigawohnplatz mit der Siedlung und der
Außenwelt verbindet. Die Kinder waren verängstigt, psychisch
traumatisiert und weinten.
Um die weitere Zerstörung der Brücke zu verhindern und die
Situation mit den traumatisierten Kindern und Frauen zu beenden,
zerhackte J. K. Ajvaseda die Reifen des Baggers, der den Weg
zerstörte.
Die Handlungen J. K. Ajvasedas waren in dieser Situation gesetzeskonform und stellen aus juristischer Sicht eine Selbstverteidigung der bürgerlichen Rechte dar, die direkt durch den Artikel 12 "Möglichkeiten zur Verteidigung der bürgerlichen Rechte" des Zivilgesetzbuches der Russischen Föderation sanktioniert wird.